(Gaybrandenburg – MAG) Die Stadt der Energie – so beschreibt sich die Lausitzmetropole Cottbus selbst. Mit Brennstoff scheint auch Meto Nowak hinreichend ausgestattet zu sein. Der Pendler zwischen Potsdam und Cottbus ist in der Havelstadt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Wenn es ihn für mehrere Tage in der Woche an die Spree verschlägt wird er zum Studentenbetreuer der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU).Erfahrungen, wie man mit studentischer Graswurzeltaktik und Gruppendynamik umgeht, hat er. Auch Strategien mit denen man mehr oder weniger querulante Unileitungen zum Einlenken bewegt, stehen bereit. Seit 2005 ist er Mitglied bei QueerUp der Gruppe für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender an der Potsdamer Uni. Neben dem monatlichen Stammtisch organisiert die Gruppe seit drei Jahren Regenbogenflaggenhissungen anlässlich des CSD Brandenburg. Auf Grund der zögerlichen Haltung der Unileitung gegenüber solcher Art Vorhaben, musste anfänglich ein transportabler Notmast herhalten.
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(Katte - MAG) Marik weist aus dem Fenster zur Backsteinschule rüber. Seine dunklen Augen und Haare bleiben unterm schwarzen Basecap fast verborgen. Neulich hätten ein paar Teenies „Ihr seid schwul“ an die Haltestelle gesprüht. Das galt Thomas und ihm, glaubt er. „Ist ja ’ne Feststellung, keine Beleidigung.“ Sollten sie es anders gemeint haben – ihr Problem. Marik kennt mit seinen 20 Jahren das Getue der Kleinstadt. Hier, in Wusterhausen/Dosse im Nordwesten Brandenburgs, wisse er, woran er ist. „Ich habe in den Nestern hier noch nie so miese Anmachen erlebt wie manchmal schon in Berlin, so mit ’Alte Schwuchtel!’ und einem Guss Wasser im Nacken“, erzählt er. Ins Klischee will das nicht passen. Aber er weiß, dass es auch hier draußen anders sein kann. „In der Kleinstadt, da wirst du gemocht oder runtergemacht.“ Als ziemlich selbstbewusster Typ mit Charme und Ideen gehörte er immer zu den ersteren. Widerstand zwecklos.
(Märkische Allgemeine Zeitung) Hier feiern echte Damen, die eigentlich keine sind. Margot Schloenzke – traumhaft tuntige Moderatorin des Queensday – Bühnenprogramm – leistet im Gespräch mit Ildiko Röd Aufklärungsarbeit.
Meine schwule Film-Sozialisation, daß datiert kurioserweise auf das Jahr 2006. Knapp drei Jahre war ich da schon „mit Kino beschäftigt“. Hatte erste Filmkritiken geschrieben, oder es versucht zu tun. War filmsüchtig, jede Woche sechs Filme im Kino. Das wurde mein Sport; Fußball, Sportstudio, Kirchengruppe, Greenpeace – der Mist interessierte mich nicht. Kinofilm - das war meine Religion, das ist es wohl heute auch noch. Doch schwules Kino, lesbisches Kino, queeres Kino, „nicht-heterosexuelles“ Kino, wie auch immer man es bezeichnen will - ich hatte es noch nicht bewußt auf dem Schirm. Ich war offen schwul, vögelte mich durch Berlin, ging in Clubs, trug den Regenbogen an der Jacke, ging zum CSD.




