Doch die Bilder gut aussehender, knackiger Männer als Blickfang, um mit Schaulustigen zum Thema HIV-Prävention ins Gespräch zu kommen, stießen Mitgliedern der „Initiative CSD Land Brandenburg“, sauer auf, wie ein offener Brief auf der Website der Aidshilfe Lausitz e.V. zeigt.
Jirka Witschak vom Katte e.V. ringt gegenüber „blu“ um Fassung: „Dass Vereine wie Katte e.V. oder die DAH mit Ausstellungen, die attraktive Männer zeigen, auf ihre Beratungsangebote und Internetportale aufmerksam machen, ist nichts Verwerfliches. Beide Vereine werden gerade deshalb auch von der Zielgruppe wahrgenommen und aufgesucht, im Gegensatz zu denen, die mit einer Moral, die in den 80ern schon nicht funktioniert hat, daherkommen.“
Die sogenannte CSD Brandenburg - Initiative erhebt den moralischen Zeigefinger. Sie findet HIV - Prävention für Schwule mit jungen knackigen Männern nicht gut.
... "Die queere Community in Brandenburg ist viel bunter und vielfältiger als es Projekte wie „Love-sex-safe“ oder die aktuelle Fotoausstellung von Katte zum CSD Potsdam im Landtag vermuten lassen, die immer wieder nur schwule Männer, möglichst jung, sexy und knackig zeigen. Vor Ort sind wir mit unseren begrenzten Ressourcen auf eine gleichberechtigte, faire und respektvolle Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern dieser Community angewiesen, sonst gibt es uns als Strukturen schon bald nicht mehr" (1)
Dass es bei HIV/Aids – Prävention nicht nur um visuelle Lässigkeit und Coolness gehen kann, versteht sich von selbst. Online – Prävention bei Gayromeo und der HIV – Schnelltest erreicht heute ohne Umschweife die Hauptbetroffenengruppe von HIV, Männer die Sex mit Männern haben. Inklusive einer weiterführenden, emphatischen und wertschätzenden Beratung auf Augenhöhe. In der Beratung wird eben nicht unterschieden zwischen Aussehen, Alter und moralisch verwerflichem oder politisch korrektem Sex. Aber wer keine Beratung zu HIV/ Aids anbietet, wie die Mitglieder der Initiative CSD Land Brandenburg, kann das ja nicht wissen.Dass Vereine wie Katte oder die DAH mit Ausstellungen die attraktiven Männer zeigen, auf ihre Beratungsangebote und Internetportale aufmerksam machen, ist nichts Verwerfliches. Beide Vereine beraten eben auch die Zielgruppen, im Gegensatz zu denen die mit einer Moral, die in den 80ern schon nicht funktioniert hat, daherkommen.
















