10. Januar 2012
[Harare (Simbabwe)] Als der 19-jährige Robert Steinhäuser im Jahr 2002 an einem Gymnasium in der thüringischen Hauptstadt Erfurt seinen Amoklauf verübte, war die Welt geschockt. Doch in der Hauptstadt eines anderen Landes, dessen Name übersetzt ebenfalls “Steinhäuser” bedeutet, sitzt ein Mann, der ebenfalls Robert heißt und dessen politischer Amoklauf nicht nur die unterdrückte queere Community seit Jahrzehnten in Atem hält: Robert Mugabe,derPräsident von Simbabwe, der ehemaligen britischen Kolonie Rhodesien im Süden Afrikas. Bis vor kurzem waltete der frühere marxistische Revolutionsführer als Alleinherrscher über den mittlerweile hochverschuldeten Hungerstaat, für den er einst mit großem Reformeifer und als international anerkannter Hoffnungsträger des schwarzen Afrika 1980 die Verantwortung übernommen hatte. Doch die Kritik an ihm wurde immer lauter und seit 2008 muss er sich die Macht mit dem Oppositionsführer teilen, der u. a. die Entkriminalisierung Schwuler forderte - wohl nicht zuletzt mit Blick auf die Gefahr gestrichener Entwicklungshilfe westlicher Staaten für Länder, die Menschenrechte missachten. Eine Enteignung weißer Farmer versank in Chaos und Gewalt, der Geheimdienst CIO verbreitete Angst und Schrecken, die Medien wurden zensiert und die Opposition unterdrückt und laut Medienberichten sind Homosexuelle für Mugabe “schlimmer als Schweine und Hunde” sowie “pervers und abstoßend. Sie verstoßen gegen die Gesetze der Natur und der Religion.« Seit 2006 stehen sogenannte “sexuelle Abnormitäten” unter Strafe, die auch jede Handlung umfassen, «die Kontakt zwischen zwei Männern beinhaltet und von einer vernünftigen Person als unanständige Handlung angesehen wird», so “Wikipedia”. So ließ Mugabe unter anderem seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, unter dem Vorwurf der Homosexualität zu zehn Jahren Haft verurteilen. Auch sein ehemaliger Infomationsminister Jonathan Moyo wurde unter dem Vorwurf entlassen, “zu viele weiblich schwule Hormone” zu besitzen, so Queer.de. Zuletzt erregte jedoch die Verhaftung einer Parlamentsabgeordneten aufsehen, die wiederum Mugabe selbst der Homosexualität bezichtigte. Ein rosa Schäfchen im Wolfspelz? Wäre zumindest nicht der erste ... *Martin BachCSD Potsdam 2012
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Zwei Lieben
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Gottedienst zum CSD
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Kranzniederlegung Klinkerwerk
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Regenbogenflaggenhissung und Ausstellungseröffnung “WALK WITH PRIDE”
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Rosa Winkel - Beiträge zur Erinnerungskultur
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Von Facebook lernen, heisst Siegen lernen?
Donnerstag | 26. April 2012 | 12:00 Uhr
ANDERSRUMportrait
Donnerstag | 26. April 2012 | 19:30 Uhr
Talk: “Transsexualität, HIV, Coming Out. HARTZ IV oder Karriere?”
Donnerstag | 26. April 2012 | 22:00 Uhr
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Talk: HIV und Älter werden
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CSD connecting Potsdam
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Sonntag | 29. April 2012 | 19:00 Uhr
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