14. Dezember 2011
Haus geht an die Community
(gayBrandenburg - Aktuell) Die Bemühungen der Potsdamer Stadtverordneten um den Erhalt des “Leander”, einem stadtbekannten Treffpunkt der queeren Community in der Landeshauptstadt, haben jetzt zu einem Erfolg geführt. Ende des Jahres sollte das Holländer-Haus, in dem sich die Szenebar befindet, verkauft werden. Die Stadt muss das Haus verkaufen um die Sanierungsziele einzuhalten und die damit verbundenen Förderbedingungen zu erfüllen. Das Leander-Team und die Stadtverordneten befürchteten, dass bei einem Verkauf an irgendeinen Investor der neue Besitzer die Mieten in dem denkmalgeschützten Haus kurzfristig auf ortsübliche, eigentlich unbezahlbare Preise anheben könnte.
Bereits im April 2011 hatten die Stadtverordneten sich für den Erhalt des „Leander" ausgesprochen und die Verwaltung mit den notwendigen Schritten beauftragt. Um nach Lösungsansätzen zu suchen, fanden Gespräche zwischen Vertretern des Betreibervereins Queer im Viertel e.V., dem Verein Katte e.V., Vertretern der Landeshauptstadt Potsdam sowie des Sanierungsträgers statt. Im Ergebnis der Gespräche und auf der Grundlage eines vom Käufer und den Trägern erarbeiteten Konzeptes konnte eine für alle Seiten tragfähige Lösung gefunden werden.