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Gedenkveranstaltung für schwule NS-Opfer zum 63.JT der Befreiung

img_0863_small.jpgAm 20. April 2008 wurde des 63.Jahrestages der Befreiung des KZ Sachsenhausen gedacht
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) veranstaltete mit ver.di an diesem Tag wieder eine Gedenkfeier für die schwulen Opfer des NS-Terrors. In diesem Jahr war diese dezentrale Feier am ehem. Block 35 dem Sänger Paul O'Montis gewidmet, der in den 20er Jahren zu den Stars der Berliner Kabarettszene gehört. Er singt Lieder von Friedrich Holländer und ist bekannt für seine „pikanten Chancons" (Max Hermann-Neisse), in denen er auch mit schwulen Anspielungen nicht geizt. Ende 1933 emigriert O'Montis nach Wien, nach dem „Anschluss" Österreichs flieht er nach Prag. Als Deutschland im März 1939 Prag besetzt, wird er verhaftet. 1940 wird Paul O'Montis ins Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert, wo er am 17. Juli umkommt. „Freitod durch Erhängen" heißt es in der Sterbeurkunde. O'Montis war vom Blockältesten gezwungen worden, sich das Leben zu nehmen.
Bei der Gedenkfeier hielt Alexander Zinn, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg und Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten eine Rede in Gegenwart von Prof. Morsch, Leiter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Wirtschaftsminister Junghans (CDU). Musikalisch begleitet wurde die Feier mit Chansons von Friedrich Holländer und Paul O'Montis durch den Chor Cantaré aus Berlin.
Weitere Infos:
http://www.rosa-winkel.de/
http://www.gedenkstaette-sachsenhausen.de/