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Rechts- und Lebenssituation von LSBTIQ* in Kroatien

Zagreb

Die Lesben- und Schwulenbewegung der osteuropäischen EU-Länder, profitiert durch die europäischen Gleichbehandlungsrichtlinie. Ein gutes Beispiel ist Kroatien. Seit 2003 erkennt das Land gleichgeschlechtliche Partnerschaften an. Das macht den LSBT - Aktivisten Mut, öffentlich für die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen einzutreten.

Sie haben und hatten es nicht einfach, denn am 11. Juni 2011 griffen schätzungsweise 10.000 Menschen, eine öffentliche Schwulenparade mit 300 Teilnehmern mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Flaschen, in Split einer kroatischen Hafenstadt, an. Diese Parade musste abgebrochen werden und die Teilnehmenden flohen, es gab mehrere Verletzte.

Schon im Jahr 2007 gab es einen gewalttätigen Übergriff beim Gay Pride Zagreb, als der 25-jährige Josip Situm mehrere Molotowcocktails in die Menge warf.

Der Straftäter wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die internationale Empörung war gewaltig, das EU-Land wurde mehrfach aufgefordert, zukünftig diese Paraden zu schützen.

Auch die Paraden in den folgenden Jahren, sind den Aggressionen der nationalistischen und faschistischen Kräften ausgesetzt. Die Paraden werden inzwischen durch ein massives Aufgebot der Polizei beschützt.