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Rechts- und Lebenssituation von LSBTIQ* in Ungarn

Budapest

Zwei Männer umarmen sich vor dem Grab des ungarischen Schriftstellers Karoly Kertbeny. Dieser vertrat in der Mitte des 19. Jahrhunderts,  in seinen zahlreichen Schriften, erstmals die Ansicht, dass Homosexualität angeboren und unveränderlich sei. Damit stellte er sich öffentlich gegen die damals vorherrschende Meinung in der Gesellschaft, dass Homosexualität mit Sodomie gleichzusetzen ist. Gleichzeitig thematisierte er, dass viele historische Persönlichkeiten homosexuell waren. Ein Tabubruch - Neu war auch das Wort Homosexualität, welches er als einen Begriff einführte.

Die gesellschaftlichen Bedingungen im EU-Land Ungarn, sind für Lesben und Schwule äußerst schwierig. Die Politik wird seit vielen Jahren durch die Rechtsgerichtete Jobbik Partei beeinflusst. Die ungarische Regierung lässt der LSBT Bewegung nur soviel Spielraum, wie die EU Richtlinien zur Gleichbehandlung es vorschreiben.

Bei der CSD Parade in der Hauptstadt von Budapest im Jahr 2010 wurde diese zwar genehmigt, allerdings wurde die Streckenführung für die Öffentlichkeit weiträumig abgesperrt. So dass die Teilnehmenden durch leere Straßen gingen.

In Ungarn ist die freie Meinungsäußerung insgesamt durch die restriktive Gesetzgebung stark eingeschränkt. Darunter leidet die Bürgerrechtsbewegung ebenso, wie die Lesben- und Schwulenbewegung.