Iran-Solidarität beim lesbisch-schwulen Parkfest 2010 in Berlin
Katte e.V. macht sich für homosexuelle Iranerinnen und Iraner stark
(Gaybrandenburg - Aktuell) Beim lesbisch-schwulen Parkfest im Volkspark Friedrichshain am vorvergangenen Wochenende haben alle anwesenden lesbisch-schwulen Organisationen die Aktion „STOP KILLING IN IRAN“ mit einem symbolischen Akt, einer Plakataktion, unterstützt.
Die von der iranischen Politologin Katayun Pirdawari (Bildmitte) und ihren iranstämmigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern betriebene Initiative setzt sich für ein Ende der Todesstrafe im Iran und für ein Bleiberecht von iranischen Homosexuellen in Deutschland ein. Das gibt es bisher nur in wenigen Fällen, denn nur weil Homosexualität im Iran mit dem Tode bestraft wird, gelten schwule Exil-Iraner nicht zwangsläufig auch als asylberechtigte Verfolgte.
Seit Beginn der iranischen Revolution vor 30 Jahren wurden ca. 4000 Männer wegen der Straftat Homosexualität gehängt - offen schwul zu Leben ist undenkbar. Verständlich also, dass viele Homosexuelle Iraner ihre Heimat verlassen, und anderswo auf ein freieres offeneres Leben hoffen. Unverständlich dagegen, die Tatsache, dass ihnen das in Deutschland oft verweigert wird. Die Leiterin der Aktion „Stop Killing In Iran“ Katayun Pirdawari und ihre Mitstreiter wollen genau das ändern.